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Arbeit
und Energie 0.
Bezeichnungen und Einheiten
1.
Allgemeine Definition der Arbeit und der Energie In
der Physik bezeichnet man das Produkt aus Kraft und Weg als Arbeit:
Wird an einem Körper Arbeit verrichtet, dann wird diese als Energie in ihm gespeichert. Ein Körper, der Energie enthält (weil er z.B. in Bewegung ist oder in einer Höhe über dem Boden liegt), kann selbst wieder Arbeit verrichten. Arbeit und Energie sind also gleichwertig, man benutzt daher für beides das gleiche Formelzeichen und die gleichen Formeln. 2.
Mechanische Arbeits- und Energieformen 2.1
Hubarbeit und Lageenergie Beim Anheben eines Körpers mit der Masse m auf die Höhe h muss man seine Gewichtskraft FG=mg überwinden. Er gewinnt dadurch Lageenergie:
Dabei ist es für die Arbeits- bzw. Energiemenge gleichgültig, auf welchem Weg die Höhe erreicht wurde. Wenn man die Höhe z.B. über eine schiefe Ebene erreicht, ist zwar die Kraft, die man aufbringen muss, geringer, dafür aber der Weg länger. Das Produkt aus Weg und Kraft bleibt jedoch gleich. 2.2
Beschleunigungsarbeit und Bewegungsenergie Um einen Körper mit der Masse m auf die Geschwindigkeit v zu beschleunigen, muss man seine Trägheit F=ma überwinden. Die dazu notwendige Arbeit WB ergibt sich zu
Die hier verwendeten Formeln (F=ma und s=0,5at²) werden erst in der Oberstufe hergeleitet. Der Körper gewinnt dabei Bewegungsenergie Wkin. Bewegungsenergie bezeichnet man auch als kinetische Energie Wkin. 2.3
Um einen elastischen Körper, z.B. eine Feder, zu verformen, ist nach dem Hookeschen Gesetz eine Kraft notwendig, die der Verformung s proportional ist: F=Ds. D ist die Elastizitätskonstante (bei einer Feder nennt man D die Federkonstante). Die Kraft ist daher im Gegensatz zur Hub- und Beschleunigungsarbeit nicht konstant. Um die Arbeit dennoch berechnen zu können, stellt man folgende Überlegungen an: Trägt man die Kraft gegen den Weg in einem Diagramm auf, ergibt sich für die Hub- und die Beschleunigungsarbeit jeweils eine waagerechte Gerade, für die Spannarbeit jedoch eine Nullpunktsgerade. Im Weg-Kraft-Diagramm entspricht der Flächeninhalt unter der Kraftgeraden in beiden Fällen der verrichteten Arbeit. Für die Spannarbeit bzw. die Spannungsenergie (rechtes Diagramm) gilt also:
Lageenergie und Spannungsenergie bezeichnet man auch allgemein als potenzielle Energie Wpot. 2.4
Reibungsarbeit und Wärmeenergie In der Realität tritt bei jedem
mechanischen Vorgang eine mehr oder weniger große Reibung auf. Dadurch wird ein
Teil der mechanischen Energie in Wärmeenergie umgewandelt. Für die
Reibungsarbeit gilt:
Da die Reibungsarbeit von der Normalkraft FN abhängt, ist sie bei einer schiefen Ebene mit dem Neigungswinkel a bei verschiedenen Winkeln unterschiedlich groß. Deshalb hängen Reibungsverluste vom Winkel der Ebene ab: bei großem a ist FN und damit die Reibung kleiner als bei kleinem a. 3.
Der Energieerhaltungssatz In einem
abgeschlossenen System ist die Energiesumme konstant. Als abgeschlossenes System
bezeichnet man ein System, in dem Energie weder zugeführt wird, noch nach außen
abgegeben werden kann. In der Realität gibt es ein solches System höchstens näherungsweise.
Trotzdem kann man den Energieerhaltungssatz dazu benutzen, um Größen zu
berechnen, die sich bei Energieumwandlungen ändern. Beispiel
1: Ein
Gegenstand fällt aus der Höhe h reibungsfrei hinunter. Mit welcher
Geschwindigkeit kommt er an? Es
wird Lageenergie in Bewegungsenergie umgewandelt:
Es
wird Spannungsenergie in Lageenergie umgewandelt, anschließend Lageenergie in
Bewegungsenergie: Die Gleichung, die sich am Ende für die Geschwindigkeit ergibt, entspricht genau der Gleichung aus dem freien Fall. Die Berechnung über den Energieerhaltungssatz ist aber fast immer einfacher und übersichtlicher. Deshalb kommt dem Energieerhaltungssatz in der Physik (und nicht nur dort!) eine überaus große Bedeutung zu! |