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Elektromagnetische Schwingungen
1.
Bild 1 zeigt den zeitlichen Verlauf der Spannung am Kondensator, wenn dieser über einen Widerstand entladen wird. Die Kurve nach Bild 2 ergibt sich, wenn der Kondensator – wie oben beschrieben – über eine Spule entladen wird; es entsteht eine gedämpfte Schwingung, weil durch den ohmschen Widerstand der Spule Energie in Wärme umgewandelt wird. Auch die oben rechts als Analogie gezeigte mechanische Schwingung ist gedämpft, weil hier durch Reibung Schwingungsenergie verloren geht. Die
Anordnung aus Kondensator und Spule bezeichnet man als elektromagnetischen
Schwingkreis. Er schwingt – ebenso wie das mechanische Analogon – mit einer
bestimmten Frequenz. 2.
Die thomsonsche Schwingungsgleichung Wenn der Schalter in der obigen Abbildung geschlossen ist, liegt am Kondensator und an der Spule die gleiche Spannung U:
Um
die Ladung aus dieser Gleichung zu eliminieren und durch die leichter messbare
Stromstärke I zu ersetzen, leitet man die Gleichung ab:
Man
erhält so eine Gleichung, die eine Variable (I) und deren 2. Ableitung (Ï)
enthält. Eine solche Gleichung nennt man Differenzialgleichung. Die Lösung
einer solchen Differenzialgleichung erhält man, indem man eine Funktion
einsetzt, die im Wesentlichen mit ihrer 2. Ableitung übereinstimmt. Eine solche
Funktion ist z.B.:
3.
Überlagerung von Schwingungen Schwingungen können sich überlagern. Dazu benutzen wir zwei Sinusgeneratoren mit angeschlossenen Lautsprechern und gleicher Amplitude. Zunächst werden beide Generatoren auf die gleiche Frequenz eingestellt. An ein Oszilloskop wird ein Mikrofon angeschlossen, das die Schwingungen der Lautsprecher darstellt. Zuerst wird nur ein Generator eingeschaltet und die Amplitude der Schwingung beobachtet. Schaltet man nun den zweiten Generator dazu, können drei Fälle auftreten: 1. Die Gesamtschwingung hat eine größere Amplitude als der einzelne Generator. Dies ist dann der Fall, wenn beide Schwingungen annähernd in Phase sind. 2. Die Gesamtschwingung hat eine kleinere Amplitude als der einzelne Generator. Hier ist die Phasenverschiebung relativ groß. 3. Die Gesamtschwingung ist praktisch Null. Die Phasenverschiebung zwischen beiden Generatoren beträgt annähernd 180°, d.h. wenn die Membran des einen Lautsprechers z.B. nach vorn schwingt, dann schwingt die Membran des anderen Lautsprechers gerade nach hinten. Die beiden Kräfte heben sich also gegenseitig auf. Die Überlagerung zweier Schwingungen lässt sich besonders einfach mit Zeigerdiagrammen darstellen:
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