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Was bedeutet "Fotovoltaik"?
Es
gibt verschiedene Möglichkeiten, die Energie des Lichtes in andere
Energieformen umzuwandeln. In Sonnenkollektoren wird das Sonnenlicht verwendet,
um Wasser zu erwärmen. Die Lichtenergie wird in Wärme umgewandelt. Durch
Verwendung von geeigneten Kollektoren kann man sogar Dampf erzeugen und damit
eine Turbine mit Generator antreiben. Man kann so das Sonnenlicht in elektrische
Energie umwandeln. Man
kann Licht auch direkt, dass heißt ohne den Umweg über Wärme, in elektrische
Energie umwandeln. Spezielle, geschickt kombinierte Materialien erzeugen bei
Belichtung einen nutzbaren Strom. Diese Tatsache bezeichnet man als fotovoltaischen
Effekt. [Zur Herkunft des Worts: (1) Griechisch: phos, Genitiv Fotos
"Licht". (2) Nach Alessandro
Volta, dem aus Italien stammenden Entdecker der elektrochemischen
Stromquellen.] Die
Entdeckung der Fotovoltaik geht in das 19. Jahrhundert zurück, als man die
Grundlagen der Fotographie erforschte. Lange Zeit wurde dieser Effekt aber nicht
weiter beachtet. Erst in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden
elektronische Elemente zur Nutzung des Fotovoltaischen Effektes entwickelt und
patentiert. Solche Bauteile fasst man unter dem Begriff Fotoelemente
zusammen. Fotoelemente
werden nicht nur für die Stromerzeugung, sondern vor allem auch für Messzwecke
hergestellt. So befindet sich in jeder modernen Foto- oder Videokamera ein
Fotoelement zur Messung der Beleuchtungsverhältnisse. Fotoelemente,
die speziell für die Stromerzeugung optimiert sind, werden als Solarzellen
bezeichnet. Die erste Solarzelle wurde 1954 hergestellt und bereits 1958 in
einem amerikanischen Satelliten zur Stromversorgung eingesetzt. In der Praxis
werden die einzelnen Solarzellen serie- und parallelgeschaltet, damit brauchbare
Spannungen und Ströme erzeugt werden können. 2
Vor- und Nachteile der fotovoltaischen Nutzung der Sonnenenergie
3 Vergleich des Energiebedarfs mit der eingestrahlten Sonnenenergie
Die
Solarkonstante hat den Wert 1380 W/m². Das bedeutet, dass auf einer Fläche von
1 m², die genau senkrecht zur Einstrahlungsrichtung der Sonnenstrahlen steht,
in jeder Sekunde die Energie 1380 J auftrifft. Dieser Wert gilt jedoch nur außerhalb
der Erdatmosphäre. An der Erdoberfläche beträgt der Wert – je nach
Witterung und Jahreszeit – zwischen 200 und 1000 W/m². Nimmt
man an, dass eine Person im Durchschnitt etwa 4kWh an elektrischer Energie täglich
benötigt, dann ergibt sich für die Fläche, die pro Person an Solarzellen
notwendig wäre, folgende Rechnung: Wir
nehmen den günstigsten Fall von 1000 W/m² Sonnenleistung an. Der Wirkungsgrad
von Solarzellen beträgt rund 10%, d.h. 10% der Sonnenenergie können in
elektrische Energie umgewandelt werden. 4kWh entsprechen 1,44·107 J.
Bei 10% Wirkungsgrad können z.B. in der Sahara im Mittel 50J elektrische
Energie pro Sekunde und Quadratmeter erzeugt werden. Nimmt man an, dass die
Sonne dort 12 Stunden am Tag scheint, ergibt das eine tägliche
Gesamtenergiemenge von 12h·3600s/h·50J/m²=2,16·106J/m². Für den
Energiebedarf einer Person wäre somit eine Fläche von 1,44·107
J/2,16·106J/m²=6,7m² notwendig. |