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Elektron im Magnetfeld
1.
Kraft auf einen stromdurchflossenen Leiter im Magnetfeld Eine
Leiterschleife mit der Länge s, die von einem Strom der Stärke I durchflossen
wird, befindet sich so in einem Magnetfeld, dass die magnetischen Feldlinien
senkrecht zur Stromrichtung verlaufen. Es wirkt eine Lorentzkraft
auf die Leiterschleife.
Es
gilt die Linke-Hand-Regel: zeigt der Daumen in Richtung des Strahls und der Zeigefinger in Magnetfeldrichtung, dann gibt der Mittelfinger die Richtung der Ablenkung an. Die Lorentzkraft hängt von der Stärke des Magnetfelds B, der Stärke des Stroms I durch den Leiter und dessen wirksamer Länge s ab. Steht der Leiter nicht genau senkrecht zu Magnetfeld, sondern bildet mit ihm einen Winkel a, dann gilt:
Auch
der Elektronenstrahl in einer braunschen Röhre lässt sich durch einen
Dauermagneten ablenken. Um
die Lorentzkraft auf ein einzelnes Elektron
zu berechnen, drücken wir die
Stromstärke I=Q/t durch
Größen aus, die sich auf das Elektron beziehen:
Diese Ladung Q bewegt sich in der Zeit t=s/vs
durch den markierten Querschnitt. vs
bezeichnet die Geschwindigkeit
der Elektronen.
Den
so umgeformten Term für I setzen wir in die Gleichung F=I·B·s für die Kraft
auf einen stromdurchflossenen Leiter im Magnetfeld ein:
Um die
Kraft auf ein Elektron zu erhalten,
teilen wir durch N:
Ein Fadenstrahlrohr ist eine kugelförmige Röhre, die eine Elektronenkanone enthält, die einen waagerechten Elektronenstrahl erzeugt. Die Röhre befindet sich innerhalb eines Helmholtz-Spulenpaares. In dessen Magnetfeld wird ein kreisförmiger Elektronenstrahl erzeugt.
Aus dem Radius der Kreisbahn lässt sich die Geschwindigkeit des Elektronenstrahls berechnen. Dazu setzt man die Lorentzkraft gleich der Zentripetalkraft
Im Wien-Filter wirken zwei Kräfte
in entgegengesetzte Richtungen: die elektrische
5.
Der Hall-Effekt
Um
die Stärke von Magnetfeldern zu messen, benutzt man eine Hall-Sonde.
Sie besteht aus einem Halbleiterplättchen, das von einem Strom durchflossen
wird. Bringt man es in den Bereich eines Magnetfeldes, erfahren die Elektronen
eine Lorentzkraft senkrecht zu ihrer Bewegungsrichtung. Zeigt diese z.B. nach
unten, wird die Unterkante des Plättchen negativ, die Oberkante hingegen
positiv geladen. Da sich dadurch ein elektrisches Feld zwischen Ober- und
Unterkante aufbaut, erfahren die Elektronen zusätzlich eine elektrische
Feldkraft. Es stellt sich ein Kräftegleichgewicht ein:
d.h.,
die Hallspannung UH ist
proportional zur Flussdichte B. |